Die Region forscht

Reptilien- und Amphibiensichtungen melden

Im Sommer letzten Jahres haben wir unter dem Motto „Die Region forscht“ dazu aufgerufen, Reptiliensichtungen aus der Region zu melden. 85 Reptiliensichtungen von 56 verschiedenen Meldern sind in der Folge eingegangen. Die Meldungen stammen aus allen Ecken des Naturparks und sogar darüber hinaus. Sie reichen von Tuttlingen bis Munderkingen und Ostrach bis Jungingen. Am häufigsten wurden Ringelnattern und Blindschleichen gemeldet, aber auch Kreuzottern, Schlingnattern und sogar Schildkröten (vermutlich ausgesetzt) wurden gemeldet. In diesem Jahr sollen die Daten weiter ergänzt werden. Wir möchten auf diese Weise einen Überblick bekommen, wie häufig Reptilien im Naturpark Obere Donau vorkommen und wo es Verbreitungsschwerpunkte einzelner Arten gibt.  

Im letzten Jahr sind auch einige Meldungen zu verschiedenen Molcharten und Feuersalamandern eingegangen. Diese zählen nicht zu den wärmeliebenden Reptilien, sondern mit ihrer wasserdurchlässigen Haut zu den Amphibien, die zumindest einen Teil ihres Lebens in und an Gewässern verbringen. Aber auch Amphibien sind aus Naturschutzsicht von besonderem Interesse. Ihre Zahl hat in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund schwindender Lebensräume und zunehmender Zerschneidung der Landschaft stark abgenommen. Es können uns daher auch gerne Amphibiensichtungen gemeldet werden.

Zu den Amphibien gehören neben Molchen und Salamandern auch verschiedene Kröten-, Unken- und Froscharten. Besonders interessant sind Meldungen von Feuersalamandern. Deren Verbreitungsgrenze führt nämlich mitten durch den Naturpark Obere Donau, die Tiere fehlen in den östlichen Bereichen der Region. Außerdem ist die Art aktuell durch die Pilzkrankheit Bsal bedroht. Diese lässt sich durch punktförmige Hautläsionen am Tier erkennen und führt in kürzester Zeit zum Tod der Salamander. Noch gibt es in Baden-Württemberg keinen nachgewiesenen Befall mit Bsal. Falls Sie Auffälligkeiten beobachten, melden Sie uns auch dies. Wir geben die Informationen gegebenenfalls an entsprechende Fachinstitutionen weiter.    

Reptilien und Amphibien lassen sichz.B. bei Spaziergängen oder sogar im Garten entdecken. Idealerweise senden Sie uns bei Ihren Meldungen ein Foto und den genauen Fundort des Tieres. Falls Sie kein Foto machen konnten, aber das Tier trotzdem sicher erkannt haben, melden Sie uns auch dies gerne mit der Angabe des Fundortes. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Tiere und ihre Lebensräume nicht stören. Betreten Sie keine geschützten Biotope und bleiben Sie möglichst auf den Wegen.

Senden Sie Ihre Fundmeldungen an die-region-forscht@nazoberedonau.de. Für weitere Informationen oder bei Fragen melden Sie sich per Mail oder unter 07466/928013.

Infos zu Reptilien in BW