Man lernt nie aus

Fortbildungen Naturpädagogik

Teilnehmer einer Fortbildung zum Thema StreuobstQuelle: Haus der Natur Beuron

Sie möchten Themen rund um Landschaft und Natur an Schulen, Kindergärten oder in sonstigen Gruppen eigenständig umsetzen, aber Sie wissen noch nicht genau wie oder Sie hätten dafür gerne mehr Hintergrundinformationen? Dann bietet Ihnen das Haus der Natur die Möglichkeit zu verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen.

Im zweitägigen Kurs werden Herangehensweisen gezeigt, mit denen Kinder die Vogelwelt kennen und lieben lernen. Wie können Kinder spielend die Vögel ihrer Umgebung für sich entdecken? Naturpädagogin Sylvia Koß gibt Anregungen, wie über spielerisches Vorgehen und den gestalterischen Umgang mit Naturmaterialien eigene Ideen zur Natur, insbesondere zu unseren gefiederten Freun­den, geweckt werden können. Ornithologe Thomas Haug gibt wertvolle Einblicke in das umfassende Thema der Vogelwelt und vermittelt anschaulich Vogel-Wissen, welches für die naturpädagogische Arbeit mit Kindern und Ju­gendlichen grundlegend ist.

Noch haben Kinder die Gelegenheit, ihre tierische und pflanzliche Umwelt unbeschwert, wissensdurs­tig und begeistert kennenzulernen. Nur was sie kennen und lieben, werden sie auch später in ihrer Umgebung haben wollen, werden sie schützen und bei Veränderungen vermissen.

Die Kombination mit dem eine Woche später beginnenden Starterkurs zur Vogelbestimmung wird empfohlen.

Termin: Freitag und Samstag, 15. und 16. März 2019, jeweils 8 bis 16 Uhr
Treffpunkt: HdN, Seminargebäude
Anmeldung: bis Freitag, 8. März 2019
Teilnehmerkreis: Erzieher, Lehrer, Kindergruppenleiter, Interessierte und Einsteiger in die Naturpädagogik, an Naturpädagogik interessierte Ornithologen
Teilnehmer: max. 16
Gebühr: 120,- €
Referenten: Sylvia Koß, Naturpädagogin,Thomas Haug, Ornithologe

 


In dieser Fortbildungsreihe wird eine Fülle von neu­en naturpädagogischen Aktivitäten vorgestellt, um Kinder auf der Streuobstwiese mit heimischer Natur vertraut zu machen. Wahrnehmen und Forschen, Bewegen und Spielen, Beobachten und Experimen­tieren, Werkeln und Genießen sind dabei angesagt. Die Aktivitäten sind so ausgewählt, dass sie leicht umsetzbar sind und in abgewandelter Form auch für andere Themen und Lebensräume anwendbar sind. Die Teilnehmer vertiefen dabei ihr Hintergrund­wissen über Pflanzen und Tiere und sind bestens vorbereitet, um mit Kindern die Natur zu erkunden. „Learning by doing“, Praxisorientierung und ein Skript erleichtern die Umsetzung der Inhalte. Jeder Fortbildungstag hat ein Schwerpunktthema, behält aber immer den ganzen Lebensraum und allgemei­ne jahreszeitliche Aspekte im Blick. Die als Ganzes gebuchte Reihe gilt als Fortbildung zum Streuobstpädagogen. Es ist je­doch möglich, die Termine auf Kollegen einer Einrichtung zu splitten oder die Tage einzeln zu buchen.

Frühling: „Frühlingsboten“, Donnerstag, 2. Mai, 9.30 bis 16.30 Uhr

Im Frühling erwacht das Leben auf der Streuobst­wiese: Die Wiesen und Obstbäume stehen in voller Blüte, Wild- und Honigbienen sind als Bestäuber unterwegs und Vögel geben ihr Konzert.

- Blütenzauber: Wiesenpflanzen mit Spiel und Spaß kennen lernen
- Wildpflanzenküche mit Kindern
- „Mein Baum“ im Wandel der Jahreszeiten
- Welt der Wildbienen
- Vögel der Streuobstwiese

Sommer: „Bunte Welt der Schmetterlinge“, Dienstag, 9. Juli, 9.30 bis 16.30 Uhr

Im Sommer krabbelt, zirpt und summt es auf der Wie­se, und dabei sind insbesondere die Schmetterlinge beliebte Insekten. Sie hautnah zu erleben, über ihre Vielfalt und Lebensweise zu staunen und die Welt der Raupen und Puppen kennen zu lernen, schafft Begeisterung und Wertschätzung für diese Tiergruppe.

- Häufige Schmetterlingsarten mit ihrer Lebensweise kennen lernen
- ein Jahr im Leben eines Schmetterlings; Schmetterlinge züchten
- Tierdetektive: Insekten, Spinnen und andere Krabbeltiere erforschen und kennen lernen
- Wenn es regnet, kommen die Schnecken…

Herbst: „Erntezeit und Farbenrausch“, Dienstag, 15. Oktober, 9.30 bis 16.30 Uhr

Im Herbst ist Erntezeit: Das Obst ist reif und lädt zu vielen Aktivitäten ein und auch bei den Bäumen und Sträuchern ist der Wildfrüchte-Tisch reich gedeckt. Die herbstliche Farbenfülle lockt, draußen kreativ zu sein.

- Apfel ist nicht gleich Apfel: Aktivitäten zur Sortenvielfalt und von der Blüte zur Frucht
- Wildfrüchte von Bäumen und Sträuchern
- Farben des Herbstes: Naturkunst auf der Streuobstwiese

Winter: „Tiere im Winter“, Dienstag, 26. November, 9.30 bis 16.30 Uhr

Auf den ersten Blick ist nichts los auf der winterlichen Streuobstwiese, auf den zweiten Blick offenbaren sich viele Lebenszeichen, denen wir auf der Spur sein werden.

- Tiere im Winter: Überwinterungsstrategien mit Spiel und Spaß kennen lernen
- Auf Entdeckungsreise: Fährten, Fraßspuren und andere Tierspuren
- Bäume im Winter mit ihren Rinden und Knospen
- Es ist kalt: Bewegungs- und Aufwärmspiele zu Naturthemen

Treffpunkt: HdN, Seminargebäude
Anmeldung: bis Freitag, 12. April
Teilnehmerkreis: Erzieher, Lehrer und andere Interessierte
Teilnehmerzahl: max. 16
Gebühr: pro Veranstaltung € 70,-, bei Teilnahme an allen Veranstaltungen € 240,- Vorabzahlung
Referentin: Angela Klein, Biologin und Naturpädagogin


Holz als Naturprodukt führt Kinder bereits im frühen Alter emotional an die Natur heran. Schnitzen, eine kreative Arbeit, lernt man am besten beim Selbermachen. Das Messer ist eines der ersten Arbeitsgeräte und der Umgang damit hat eine große Anziehungskraft. Holzstöcke sind für Kinder mit viel Faszination verbunden. Mit einem Schnitzmesser umzugehen, einen Stock oder ein Stück Holz ganz persönlich zu gestalten oder daraus einen Gegenstand, eine Figur oder ein Spielzeug zu schnitzen, das gelingt Kindern schon ab etwa 5 Jahren. Wer kennt ihn nicht den „Michel aus Lönneberga“, der kleine Schnitzkünstler aus der gleichnamigen Geschichte von Astrid Lindgren.

Schnitzen fordert, ganz bei der Sache zu sein, sich auf die Handlung zu konzentrieren. Es braucht wenig Vorbereitung, kann an nahezu jedem Ort stattfinden und schnell ist wieder aufgeräumt. Mit einem scharfen Messer umzugehen und damit Holz zu bearbeiten, stärkt zahlreiche Fähigkeiten bei den Kindern. Die ruhige, achtsame Bewegung und das Naturmaterial Holz sprechen ganzheitlich an. Pädagogische Fachkräfte finden bei Schnitzarbeiten, die sie selbst anfertigen, eine gute Möglichkeit des Ausgleichs.

Kursinhalte

- geeignetes Holz
- gute Schnitzmesser und ergänzendes Werkzeug
- Regeln beim Schnitzen
- Schnitztechniken
- Pädagogische Lernfelder beim Schnitzen
- Einfache Gegenstände und Figuren selbst schnitzen
- Raum für Austausch und Diskussion

Ziele der Fortbildung

Erfahrungen mit dem Schnitzmesser sammeln im eigenen Tun. Diese zu reflektieren und in der Arbeit mit den Kindern umsetzen zu können. Der theoretische Hintergrund und die Auseinandersetzung zum Thema „Kinder im Umgang mit Messer und Stöcken“ ermöglicht eine Meinungsbildung und motiviert zur Umsetzung. Die Arbeit in der Holzwerkstatt oder im Wald/Garten kann noch attraktiver gestaltet werden.

Angesprochen sind ErzieherInnen und pädagogische Fachkräfte, die bei Kindern zwischen 3 und 7 Jahren Begeisterung für das Werken mit Holz wecken wollen und ihnen Räume eröffnen, damit sie ausprobieren, entdecken, erkunden und selbsttätig sein können.

Termin: Donnerstag, 18. Juli 2019, 9 bis 16:30 Uhr
Treffpunkt: Haus der Natur, Seminargebäude, Beuron
Anmeldung: bis 7. Juni
Gebühr: 80,- € inklusive Material
Referentin: Edeltraud Snackers, Erzieherin, Dozentin an der Jugendkunstschule Balingen, Referentin nach TZI

 

 

 


Holz als Naturprodukt führt Kinder bereits im frühen Alter emotional an die Natur heran. Eine Werkstatt ist ein Ort, an dem Kinder eigene Ideen entwickeln und umsetzen, ihre Fähigkeiten erproben und Lösungswege ausprobieren können und ihnen dabei ein Erwachsener zur Seite steht, der sie in ihrem Tun begleitet und unterstützen kann.Holz ist ein warmer, vielfältig zu bearbeitender Naturwerkstoff, mit dem Kinder gerne werken. In der Holzwerkstatt erleben die Kinder die Macht, mit Werkzeug zu gestalten und zu verändern. Die Arbeit fordert Achtsamkeit und Respekt. Etwas Individuelles geschaffen zu haben, fördert das Selbstbewusstsein.

Damit das Werken für Kinder zum Erfolg wird, ist es wichtig, dass geeignetes Material zur Verfügung steht, gutes Werkzeug für Kinder vorhanden ist, einige Regeln beachtet werden und sie achtsam pädagogisch begleitet werden.Dieser Kurs vermittelt Wissen und Information über Holz, Auswahl und Handhabung von Werkzeug, sowie Ausstattung eines Werkraums. Er bietet Zeit und Raum eigene Werkstücke herzustellen und eigene Erfahrungen zu sammeln, sowie die Möglichkeit zum Austausch und der Reflektion der eigenen Haltung

Kursinhalte

- Materialkunde in Holz und Werkzeug
- Praktische Erfahrungen an eigenen Werkstücken
- Tipps zur Raumgestaltung und Ausstattung
- Pädagogische Haltung der Fachkraft im Werkraum
- Austausch von Erfahrungen

Termin: Donnerstag 26. September, 9 bis 16.30 Uhr
Treffpunkt: HdN, Seminargebäude
Anmeldung:  bis zum 31. August
Teilnehmerkreis: Erzieher und andere Multiplikatoren
Teilnehmeranzahl: max. 8 Personen
Gebühr: 80,- € inkl. Material, Vorabzahlung
Referentin: Edeltraud Snackers, Erzieherin, Dozentin an der Jugendkunstschule Balingen, Referentin nach TZI


An diesem Praxistag stehen die Bäume und Sträucher im Mittelpunkt. Sowohl im Wald als auch im Siedlungsbereich bieten sie eine Fülle von Möglichkeiten, Kinder mit Natur vertraut zu machen – gewusst wie! Wir nehmen Blätter, Rinden und Früchte „unter die Lupe“ und erkunden mit Spiel, Spaß und allen Sinnen Bäume als Individuum und als Lebensraum für Tiere. Forschen und Erleben, Spielen und Staunen, Werkeln und Genießen sind dabei angesagt. „Learning by doing“, die Auswahl von Aktivitäten mit wenig Vorbereitungsaufwand und ein Kursskript erleichtern Ihnen die Umsetzung.

Kursinhalte

- Vielfalt der Bäume und Sträucher mit ihren Rinden, Blättern und Früchten
- Gehölze als Individuum und als Lebensraum für Tiere
- „mein“ Beobachtungsbaum
- Bäume im Wandel der Jahreszeiten
- Spiele, Beobachtungsaufträge, Wahrnehmungsübungen, Kreativideen, Lieder, Tänze und Geschichten zu Bäumen

Termin: Dienstag, 1. Oktober, 9:30 bis 16:30 Uhr
Treffpunkt: HdN, Seminargebäude
Anmeldung: bis Freitag, 6. September
Teilnehmerkreis: Erzieher, Lehrer und andere Interessierte
Teilnehmerzahl: max. 16
Gebühr: 70,- €                            
Referentin: Angela Klein, Biologin und Naturpädagogin

 

 


Schon ein kleines Stückchen Wiese und ein paar Bäume und Sträucher im Außengelände von Kindergarten oder Schule bieten vielfältige Möglichkeiten, Kinder mit heimischer Natur vertraut zu machen – gewusst wie! Diese Fortbildung stellt das eigene Außengelände in den Mittelpunkt und liefert Impulse für die naturpädagogische Arbeit mit Kindern rund um die Einrichtung – sowohl für größere Projekte, als auch für kleinere Aktivitäten zwischendurch. Dabei sind Wahrnehmen und Forschen, Beobachten und Bewegen, Werkeln und Spielen angesagt.

Nachdem wir bei einer gemeinsamen Besichtigung des Geländes mögliche Themen gesammelt haben, das Team konkrete Wünsche und Fragen geäußert und die Interessen der Kinder beschrieben hat, konzipiert Angela Klein aus ihrem großen Erfahrungsschatz eine praxisorientierte Fortbildung, die auf genau Ihr Außengelände zugeschnitten ist. Das können zum Beispiel Aktivitäten zu Bäumen, Krabbeltieren, Vögeln, Pflanzen und anderen Themen sein. Sie sind allesamt mit wenig Aufwand und auch „draußen in Wald und Wiese“ umsetzbar.

Ausgerüstet mit einem vollen „Ideenrucksack“ und mit einem Grundstock an Hintergrundwissen und Artenkenntnis sind die TeilnehmerInnen gut vorbereitet, um die Natur im direkten Umfeld der Kinder mehr zum Thema zu machen. „Learning by doing“ und Praxisorientierung am Seminartag erleichtern ihnen die Umsetzung.

Termin: Mitte April bis Ende Oktober, eintägige Fortbildung von 9 bis 16.30 Uhr (nach Absprache)
Treffpunkt:  vor Ort
Teilnehmerkreis: Erzieher, Lehrer und andere Interessierte
Teilnehmerzahl: optimal 8-16; entweder als geschlossene Inhouse-Fortbildung für nur ein Team oder als gemeinsame Fortbildung mehrerer Einrichtungen
Gebühr: 660,- € zzgl. Fahrtkosten
Leitung: Angela Klein, Diplom-Biologin und Naturpädagogin