Moderne Schnitzeljagd

Geocaching

Zeichnerische Darstellung: Zwei Geocacher auf der PirschQuelle: Haus der Natur Beuron

Eine Wanderung an sich ist Ihnen nicht herausfordernd genug? Dann verbinden Sie das Ganze doch mit ein bisschen Spannung und Abenteuer. Beim Geocaching, einer Art modernen Schnitzeljagd, lassen sich Naturerlebnis und Spaß am Rätsellösen miteinander verbinden. Alles was Sie dazu brauchen ist ein GPS-Gerät, um den Schatz – den sogenannten Cache – mithilfe der GPS-Koordinaten zu finden.

Im Naturpark Obere Donau haben Sie hierzu zahlreiche Möglichkeiten. Die Cachetypen sind dabei vielfältig. Bei manchen gelangt man auf direktem Weg, bei anderen erst über mehrere Stationen oder durch das Lösen von verschiedenen Rätseln zum Ziel. Und oft wird man dann nicht nur mit dem Auffinden des Caches sondern auch mit fantastischen Ausblicken und dem Erleben wunderschöner Natur belohnt!

Bitte nehmen Sie auch beim Geocaching Rücksicht auf Ihre Umwelt und beachten Sie folgende Regeln:

  • Halten Sie sich bei Ihrer Suche möglichst an bestehende Wege und beachten Sie insbesondere die Wegegebote in Naturschutzgebieten.
  • Halten Sie die Augen nicht nur nach dem Cache offen –  bitte nehmen Sie bei Ihrer Suche auch Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Suchen Sie erst mit den Augen, dann mit den Händen – so vermeiden Sie unnötige Schäden.
  • Besondere Rücksicht ist bei der Neuanlage eines Caches geboten: Bitte vergraben Sie keine Caches und beeinträchtigen Sie keine sensiblen Lebensräume. Vor allem die Vegetation auf den Felsköpfen ist sehr empfindlich. Felsköpfe abseits offizieller Aussichtspunkte sind als Cache-Versteck daher nicht geeignet.
  • Achten Sie darauf, dass das potenzielle Versteck nicht als tierischer Unterschlupf dient. So verstecken sich in Baumhöhlen z.B. auch Vögel, Siebenschläfer und Fledermäuse gerne!
  • Bitte beachten Sie jahreszeitliche Besonderheiten. Zum Schutz von Fledermäusen in ihren Winterquartieren müssen Caches in Höhlen von 1.10. – 31.3. deaktiviert werden.
  • Insbesondere Nightcaches können zu erheblichen Störungen führen. Hier sind besonders umsichtiges Verhalten und der maßvolle Einsatz von Taschenlampen geboten.
  • Vermeiden Sie außerdem Konflikte mit anderen Nutzergruppen und legen Sie z.B. keinen Cache in der Nähe jagdlicher Einrichtungen an.

Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen versteckte Caches im Internet veröffentlicht werden. Die bekannteste ist www.geocaching.com. Hier finden sich auch sonstige Informationen rund ums Geocaching. Wer kein GPS- Gerät besitzt, kann zum Einstieg auch einfach mit einem GPS-fähigen Smartphone losziehen.

Alles klar? Dann kann es losgehen! Warum starten Sie nicht einfach mit dem Cache, den der Ranger des Naturschutzzentrums am Altstadtfelsen versteckt hat?

Auch das geht! Seit 2002 gibt es die Umweltinitiative „Cache In Trash Out“ (CITO), die zwei Mal im Jahr sogenannte CITO-Wochen veranstaltet. In diesen Wochen werden Geocacher dazu aufgerufen, an CITO-Events teilzunehmen oder diese zu veranstalten. Dabei handelt es sich um Veranstaltungen, an denen nicht nur ein Cache gelegt wird, sondern auch gemeinsam in der Gruppe in einem Gebiet Müll gesammelt wird.

Man kann ein CITO aber auch ganz allgemein bei jeder Cachesuche durchführen: einfach liegengebliebenen Müll, auf den man beim Geocaching trifft, einsammeln und umweltgerecht entsorgen.