Heuwiesen-Labyrinth in Dietfurt noch wenige Tage begehbar

Blumenwiesen hautnah erleben

Bunte Blütenpracht, zirpende Grillen, flatternde Schmetterlinge – Heuwiesen sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch für uns Menschen etwas ganz Besonderes. Von Mitte Mai bis Ende Juni konnte man eine Blumenwiese in Dietfurt auf außergewöhnliche Art und Weise erleben: in einem Heuwiesen-Labyrinth.

Mitten durch eine Heuwiese führte ein verschlungener Pfad, der interessante Einblicke in den Lebensraum Wiese ermöglicht. Dabei wurden nicht nur die schönsten Wiesenblumen vorgestellt, sondern auch spannende Infos rund um das Thema Wiese und deren Bewohner angeboten. Angelegt wurde das Heuwiesen-Labyrinth vom Naturschutzzentrum Obere Donau gemeinsam mit Wiesenbewirtschafter Bernd Sax vom Hof Hafersack. „Wenn wir wollen, dass auf Wiesen Rücksicht genommen wird, müssen wir Besuchern auch zeigen, was eine Wiese so besonders macht. Nur dann kann man auch nachvollziehen, warum Wiesen ansonsten nicht betreten werden dürfen“ so Markus Ellinger, Ranger am Naturschutzzentrum.  

Natürlich sehen Wiesen für Picknickende oder Sonnenbadende einladend aus, das sorgt aber nicht nur für eine Störung der tierischen Wiesenbewohner, sondern auch für weitere Probleme. Dort, wo Wiesen betreten werden, liegt das Gras und lässt sich nicht mehr Mähen. Hierunter haben besonders die bewirtschaftenden Landwirte zu leiden, welche für den dauerhaften Erhalt von Wiesen aber unverzichtbar sind. Landwirt Bernd Sax nutzt die Wiese in Dietfurt extensiv und mäht nur zwei Mal im Jahr. „So wird nicht nur eine bunte Blumenwiese erhalten, sondern am Ende auch Heu in bester Qualität erzeugt“, so Sax. „Wir versuchen bei der Bewirtschaftung unserer Flächen zu zeigen, dass Landwirtschaft und Naturschutz auch zusammenarbeiten können.“

Wie das bei Wiesen so ist: auch die Wiese des Heuwiesen-Labyrinths wird bewirtschaftet und ndaher Ende Juli gemäht. Im nächsten Jahr ist aber eine neue Auflage des Heuwiesen-Labyrinths geplant.

Kräutervielfalt genießen